ROTGLUT

Auf einen Blick

Am Meer
Sommerhelles Wasser, Terrasse, lange Abende
Im Bergort
oft der Schneedort entscheidet häufig die Wintersaison über das Jahr
In der Stadt
fast egaldort zählen Parkplatz und die Nähe zu Zentrum oder Messe
Zwei Saisons
zwei Terminenacheinander, aufeinander abgestimmt
Kahle Bäume
lassen sich belaubeneinzeln Routine, als ganze Serie aufwendig
Innenräume
jederzeitLicht bringe ich mit

Welche Jahreszeit erwartet Ihr Gast?

Wer an die Küste fährt, hat Sommer im Kopf – helles Wasser, Terrasse, lange Abende. Ein Strandhotel mit Novemberbildern verkauft gegen die eigene Erwartung.

Im Berghaus ist es oft umgekehrt. Dort entscheidet häufig die Wintersaison über das Jahr, und ein grüner Hang zeigt nicht das, wofür gebucht wird. In der Stadt wiederum spielt die Jahreszeit kaum eine Rolle. Dort entscheiden andere Dinge: ob es einen Parkplatz gibt und wie weit es ins Zentrum oder zur Messe ist.

Womit fängt die Planung an?

Deshalb steht am Anfang keine Terminfrage, sondern eine über Gäste: Welche Saison trägt Ihr Haus? Wer kommt, und wofür kommt er?

Aus dieser Antwort ergibt sich der Aufnahmetag fast von selbst. Umgekehrt herum – erst den freien Tag suchen, dann fotografieren – entstehen Bilder, die zur falschen Nachfrage sprechen.

Wer Sommer sucht, bucht kein Haus im November.

Und wenn das Haus von zwei Saisons lebt?

Manche Häuser leben von beidem: Sommerfrische und Skiwoche, Wandern und Weihnachtsmarkt. Dann braucht es auch zwei Sorten Bilder, und zwar nicht als Kompromiss, sondern nebeneinander.

Das muss nicht auf einmal entstehen. Eine Saison zuerst, die andere im nächsten Durchgang – Hauptsache, die beiden Bildwelten passen später zusammen. Deshalb notiere ich Licht, Blickwinkel und Aufbau, damit der zweite Termin an den ersten anschließt.

Was lässt sich nachträglich lösen?

Mehr, als die meisten denken. Kahle Bäume lassen sich belauben, ein grauer Himmel austauschen, eine Terrasse nachträglich bestuhlen. Technisch ist das kein Hindernis.

Die Frage ist eher, was sich lohnt. Eine einzelne Aufnahme umzubauen, ist Routine. Eine ganze Serie um eine Jahreszeit zu verschieben, ist Aufwand, der irgendwann teurer wird als ein zweiter Aufnahmetag zur richtigen Zeit. Was im Einzelfall sinnvoll ist, sagen wir vorher, nicht hinterher.

Wann im Jahr, und wie lange vorher?

In der Nebensaison stehen Zimmer leer, in der Hochsaison stimmt das Bild – und das Haus ist voll. Der brauchbare Kompromiss liegt meist in den Randwochen, unter der Woche.

Dazu kommt der Vorlauf: Bilder werden gebraucht, bevor die Saison beginnt, die sie zeigen. Ein Sommerprospekt geht im Winter in den Druck. Praktisch heißt das, Sommerbilder entstehen im Sommer davor.

Die Bilder sind vor der Saison da. Oder sie sind zu spät.

Was geht bei jedem Wetter?

Zimmer, Flur, Restaurant, Wellness – dafür bringe ich Licht mit.

Deshalb legen wir den Tag so, dass die Innenräume auf jeden Fall entstehen. Draußen richtet sich nach der Saison, die Sie zeigen wollen.

Häufige Fragen

Antworten ohne Umweg

Welche Jahreszeit sollen wir zeigen?

Die, in der Ihre Gäste buchen. An der Küste ist das meist der Sommer, im Berghaus oft der Winter. In der Stadt spielt die Jahreszeit kaum eine Rolle - dort zählen Parkplatz und die Nähe zu Zentrum oder Messe.

Wir leben von Sommer und Winter. Was dann?

Dann zwei Bildwelten, nacheinander. Ich notiere Aufbau und Blickwinkel, damit der zweite Termin zum ersten passt.

Kann man Grün nicht einfach nachträglich einsetzen?

Ja, das geht. Bei einzelnen Aufnahmen ist es Routine. Bei einer ganzen Serie wird es schnell aufwendiger als ein zweiter Aufnahmetag – was günstiger ist, rechnen wir vorher durch.

Unsere Zimmer liegen nach Norden. Ist das ein Problem?

Nein. Fehlendes Licht bringe ich mit.

Wie früh müssen wir buchen?

Kommt darauf an, wofür die Bilder gebraucht werden. Für die laufende Saison reicht meist kurzfristige Absprache. Sollen sie in einen Druck, rechnen Sie vom Drucktermin rückwärts – und dann eine Saison weiter.

Welche Saison trägt Ihr Haus?

Sagen Sie mir, wer bei Ihnen bucht und wofür – daraus ergibt sich der richtige Zeitpunkt meist von allein.