ROTGLUT

Auf einen Blick

Website
Atmosphäre und Haltung er hat sich für Ihr Haus schon entschieden
Buchungsportal
Orientierung und Vergleich Ihr Bild steht in einer Reihe mit neunzehn anderen
Google
Wiedererkennung er kennt den Namen und prüft, ob es noch so aussieht
Social
zwei Orte in einem im Ablauf ungesucht, in der Suche sehr gezielt
Der Ausschnitt
jeder Ort schneidet anders was am Rand steht, ist in der Ergebnisliste weg
Der Aufwand
ein Tag, vier Verwendungen wenn vorher jemand aufgeschrieben hat, dass es vier sind

Was passiert, wenn überall dieselben Bilder stehen?

Nichts Auffälliges – und genau das ist das Unangenehme daran. Jedes Bild arbeitet irgendwo ein wenig und nirgends ganz. Es gibt keinen Tag, an dem etwas schiefgeht, und keine Zahl, an der es sichtbar würde. In der Hotelfotografie entsteht eine Bilderliste entlang des Hauses – nicht entlang der Orte, an denen die Bilder später stehen.

Das Stimmungsbild aus dem Kaminzimmer am Abend trägt die Startseite. Auf dem Buchungsportal steht dasselbe Bild zwischen den hellen Zimmeraufnahmen der Nachbarhäuser und sieht dort einfach nur dunkel aus. Umgekehrt: die sachliche Zimmeraufnahme, die auf dem Portal genau richtig ist, macht aus der Startseite einen Katalog.

Die vier Orte unterscheiden sich nicht im Geschmack. Sie unterscheiden sich darin, wie weit der Gast schon ist, wenn das Bild ihn erreicht – ob er vergleicht, ob er prüft oder ob er überhaupt nicht gesucht hat. Wem die Bilder an all diesen Orten gehören und wer sonst noch damit werben darf, steht unter Wer damit werben darf.

Was muss die eigene Website leisten?

Hier weiß er es. Er hat den Namen eingetippt oder ist über eine Empfehlung gekommen. Er vergleicht keine zwanzig Häuser mehr, er sucht einen Grund.

Deshalb trägt die Website das, was auf dem Portal untergeht: Atmosphäre, Haltung, die Geschichte des Hauses. Das Licht am späten Nachmittag, der Blick aus dem Fenster, die Hände am Tresen, das Detail, das nur hier so aussieht.

Und es ist der einzige der vier Orte, an dem Sie alles bestimmen: Reihenfolge, Größe, Ausschnitt. Warum Menschen dabei mehr tragen als eine leere Halle, steht unter Menschen im Bild.

Was ist auf dem Buchungsportal anders?

Dort wird nicht angesehen, sondern verglichen. Ihr erstes Bild steht klein in einer Reihe neben denen der Nachbarhäuser, und es entscheidet allein darüber, ob es ein zweites gibt.

Danach arbeitet der Gast eine Liste ab: Zimmer, Bad, Frühstück, Außenansicht. In dieser Reihenfolge, weil er das bei zwanzig Häusern hintereinander so macht. Was hier verliert, ist nicht schlecht – es beantwortet nur keine der Fragen: das dunkle Stimmungsbild, das extreme Detail, die Aufnahme, auf der man den Raum nicht erkennt.

Dazu kommt der Ausschnitt. Die Buchungsportale schneiden zu, und sie schneiden in der Ergebnisliste anders als in der Galerie. Was am Bildrand steht, ist in der Liste nicht mehr da. Wie weit ein Zimmerbild dabei schmeicheln darf, steht unter Was ein Zimmerbild verspricht.

Auf dem Portal sucht er ein Haus. Auf Ihrer Seite Ihres.

Und das Google-Profil?

Dort steht der Gast, der den Namen schon kennt. Er tippt ihn ein, weil er nachsehen will: ob es das Haus noch gibt, ob es noch so aussieht, wie man hineinkommt.

Deshalb zählt hier etwas anderes als Atmosphäre. Gebraucht wird Wiedererkennung: die Außenansicht, der Eingang, das Schild, die Zufahrt – das, was er bei der Ankunft wiedersieht.

Und es ist der einzige Ort, an dem Ihre Bilder nicht allein stehen. Gäste laden dort eigene Aufnahmen hoch. Wer selbst nichts Aktuelles hinterlegt, überlässt das Bild seines Hauses den Telefonaufnahmen der letzten Sommergäste.

Was ist mit Social Media?

Das sind zwei Orte in einem. Im Ablauf hat niemand nach Ihnen gesucht: Ihr Bild steht dort zwischen allem anderen, und gesehen wird es nebenbei. Angehalten wird bei Situationen und bei Menschen, selten bei einem leeren Zimmer.

In der Suche derselben App ist es umgekehrt. Dort wird sehr bewusst gesucht – über die Ortsmarke, über den Namen des Hauses, über Schlagworte zur Region. Und wer so sucht, will meist nicht die Hochglanzseite sehen, sondern das, was andere gezeigt haben. Die Ortsmarke führt zuerst zu den Aufnahmen der Gäste; Ihr Haus steht dort neben ihnen, nicht davor. Dieselbe Lage wie im Google-Profil, nur schneller.

Ein Aufnahmetag kann das nicht allein tragen, und es wäre unehrlich, das zu behaupten. So ein Ablauf lebt von heute – vom Wetter, vom Teller, von dem, was gerade im Haus passiert. Das macht das Haus selbst, mit dem Telefon.

Was vom Aufnahmetag dazukommen kann, sind die Bilder, die zwischen den Telefonaufnahmen stehen und zeigen, dass jemand das Haus ernst nimmt. Und Aufnahmen im Hochformat: Die braucht keiner der anderen drei Orte, und deshalb stehen sie auf keiner Liste.

Nicht vier Fototage. Nur eine längere Liste.

Heißt das, man braucht vier Bildersätze?

Nein. Ein Haus hat ein Aussehen, und ein Aufnahmetag liefert Bilder für alle vier Orte – wenn vorher bekannt ist, dass es vier sind.

Der Unterschied liegt in der Liste, nicht im Aufwand. Vom Frühstücksraum entsteht ohnehin eine Aufnahme. Ob daneben eine zweite entsteht, die den Raum sachlich und hell zeigt, ist eine Frage von fünf Minuten – aber nur, wenn sie jemand vorher aufgeschrieben hat.

Was auf der Liste fehlt, fehlt hinterher. Und ein zweiter Tag kostet einen zweiten Tag. Was vorher geklärt sein sollte, steht unter Was im Haus vorbereitet sein muss.

Häufige Fragen

Antworten ohne Umweg

Welche Bilder braucht ein Hotel auf Booking?

Solche, die Orientierung geben und einen Vergleich zulassen: jeder Zimmertyp hell und vollständig, dazu Bad, Frühstück und die Außenansicht. Das erste Bild entscheidet allein darüber, ob es ein zweites gibt. Stimmungsbilder und extreme Details gehören auf die eigene Website, nicht an den Anfang einer Portalgalerie.

Kann man dieselben Bilder auf Website und Portal verwenden?

Möglich ist es, und viele machen es so. Nur verlangen die beiden Orte Verschiedenes: Auf dem Portal sucht der Gast noch ein Haus und vergleicht, auf Ihrer Website hat er sich für Ihres entschieden und sucht einen Grund. Dieselbe Reihenfolge an beiden Orten ist deshalb an einem der beiden falsch.

Welche Bilder gehören ins Google-Unternehmensprofil?

Außenansicht, Eingang, Empfang und Zimmer. Wiedererkennung ist dort wichtiger als Atmosphäre, weil der Gast den Namen schon kennt und prüft, ob das Haus noch so aussieht und wie er hineinkommt. Ohne eigene aktuelle Aufnahmen bestimmen die Telefonbilder der Gäste, wie das Haus dort wirkt.

Wie viele Bilder braucht ein Hotel für ein Buchungsportal?

Die Mindestzahl geben die Buchungsportale selbst vor, und sie ändert sich. Brauchbar ist eine andere Regel: für jeden Zimmertyp eine eigene Aufnahme, dazu Bad, Frühstück, Außenansicht und jeden Bereich, nach dem am Empfang regelmäßig gefragt wird.

Braucht Social Media eigene Aufnahmen?

Zum Teil. Ein Ablauf lebt von dem, was heute im Haus passiert – das macht das Haus selbst mit dem Telefon. Vom Aufnahmetag kommen die Bilder dazu, die dazwischen stehen, und Aufnahmen im Hochformat, die sonst nirgends gebraucht werden und deshalb auf keiner Liste stehen. Dazu kommt die Suche in den Apps: Über die Ortsmarke findet ein Gast zuerst die Aufnahmen anderer Gäste – dort steht das Haus neben ihnen, nicht davor.

Kostet es mehr, Bilder für mehrere Kanäle zu machen?

In der Hotelfotografie liegt der Aufwand in der Planung, nicht im Auslösen. Steht vorher auf der Liste, dass ein Raum zweimal gebraucht wird – einmal als Stimmung, einmal sachlich –, entsteht beides am selben Tag. Teuer wird nur der zweite Tag für das, was beim ersten niemand aufgeschrieben hat.

Wo ist Ihr Haus überall zu sehen?

Nennen Sie mir die Orte, an denen Ihre Bilder stehen – danach richtet sich, was auf die Liste kommt.